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Große Spende für Innensanierung von St. Marien

Große Spende für Innensanierung von St. Marien

Große Spende für Innensanierung von St. Marien

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Große Spende für Innensanierung von St. Marien

Das ist nicht alltäglich: Eine Einzelspende in Höhe von exakt 428.698 Euro fließt in die Innensanierung der Lübecker St.-Marien-Kirche. Diese hohe Summe erhielt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), deren Ortskurator für Lübeck, Johannes Schindler, sie symbolisch an Pastor Robert Pfeifer übergab.

„Die Spenderin muss eine besondere Verbindung zur St.-Marien-Gemeinde und der Kirche haben“, mutmaßt Johannes Schindler. „Die hohe Summe freut mich persönlich sehr, und ich hoffe auf eine Signalwirkung für weitere Spender.“ Das betreffe aber nicht nur Großspender, sondern auch viele kleinere Beiträge – „jeder Euro ist wichtig!“

Dankbarkeit für Förderung

„Ich bin außerordentlich dankbar, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unsere Kirchengemeinde St. Marien mit einer so großzügigen Spende unterstützt“, freut sich Marienpastor Robert Pfeifer.

„Diese Mittel ermöglichen uns die dringend notwendige Sanierung der Raumschale im Bauabschnitt Westwerk, insbesondere der Fenster und der wertvollen Wandmalereien.“ Diese Arbeiten seien von großer Bedeutung für den Erhalt der St.-Marien-Kirche und stellten einen entscheidenden Schritt dar, um die historische Substanz nachhaltig zu sichern.

„Mir ist besonders wichtig zu betonen, dass wir diese Aufgabe nur gemeinsam bewältigen können. Dank der Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gelingt es uns, unser Weltkulturerbe zu bewahren und zugleich für die Zukunft fit zu machen. Dafür bin ich von Herzen dankbar“, so Robert Pfeifer.

Finanzierungsbedarf weiterhin hoch

Die Innensanierung der St.-Marien-Kirche mit ihrem 103 Meter langen und 38,3 Meter hohen Mittelschiff hat einen Gesamtbedarf von 28 Millionen Euro. Für die Kostendeckung wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Spenden über die Stiftung 7Türme+ und ihre Vorgängerkampagne sowie über den Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg gesammelt.

Die Gesamtmaßnahme ist jedoch noch nicht vollständig finanziert – es fehlen rund zwei Millionen Euro. Deshalb sammelt die Stiftung 7Türme+ weiterhin Spenden für das Projekt, dessen Bauzeit mehr als sechs Jahre betragen wird.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig

Sanierungsmaßnahmen an den Gewölben von Mittelschiff, Seitenschiffen und Chor sind dringend erforderlich. Zu den aufgetretenen Schäden zählen unter anderem Rostsprengungen durch korrodierte Einbindepunkte von Mauerwerksankern und Fenstereisen, Risse, aufsteigende Feuchtigkeit sowie eine starke Salzbelastung.

Ein weiterer Sicherungsbedarf besteht, da die Mauerwerkssteine des Umfassungsmauerwerks geschädigt sind. Auch die Bleiverglasung ist verschmutzt, und einzelne Gläser sind gesprungen, sodass Feuchtigkeit eindringen kann. Zudem bedarf es der Reinigung und Festigung der polychromen Malerei der Raumschale.

Die Lübecker St.-Marien-Kirche gehört zu den über 280 Denkmalen, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz allein in Schleswig-Holstein aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie Mitteln der Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

Foto: DSD-Ortskurator für Lübeck, Johannes Schindler, und Marienpastor Robert Pfeifer stehen im Innenraum der St.-Marien-Kirche, der in den kommenden Jahren umfassend saniert wird.

Text und Foto: Steffi Niemann

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