28/08/2026 0 Kommentare
„Deine Anne“ – Geschichte, die berührt
„Deine Anne“ – Geschichte, die berührt
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„Deine Anne“ – Geschichte, die berührt
Anne Frank – ihr Name ist untrennbar mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung und des Holocaust verbunden. Ihre Geschichte berührt bis heute und regt dazu an, über Ausgrenzung, Diskriminierung und die eigene Verantwortung in der Gesellschaft nachzudenken.
Anne Franks Geschichte im Mittelpunkt
Die Wanderausstellung „Deine Anne“ des Anne Frank Zentrums Berlin ist bis zum 18. September in der St.-Jakobi-Kirche zu sehen. Sie richtet sich insbesondere an Schulklassen, steht aber auch allen interessierten Besucherinnen und Besuchern offen.
Große Bildwände erzählen vom Leben Anne Franks und ihrer Zeit: von den ersten Jahren in Frankfurt am Main und der Flucht vor den Nationalsozialisten über die Zeit in Amsterdam – von glücklicher Kindheit und der schweren Zeit im Versteck – bis zu den letzten schrecklichen sieben Monaten in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Neben der Perspektive der Verfolgten und ihrer Helfer wird auch die Perspektive von Mitläufern und Tätern dargestellt.

Fragen, die bis heute aktuell sind
Kernstück der Ausstellung ist der Gedankenraum, der sich der langen Zeit im Versteck widmet. Audiozitate würdigen Anne Frank als Tagebuchschreiberin und Chronistin ihrer Zeit. Sie ermöglichen ein Nachdenken über die Parallelen und Unterschiede zwischen gestern und heute. Ausgehend von Zitaten aus Anne Franks Tagebuch wendet sich die Ausstellung direkt an Jugendliche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließe ich aus? Kurze Filme mit Jugendlichen regen zur Diskussion über diese Themen an. Ausgehend von der Frage „Was kann ich bewirken?“ ermutigt die Ausstellung zu eigenem Engagement.
Schülerinnen und Schüler werden zu Guides
Möglich gemacht hat das Zeigen der Ausstellung die Michael-Haukohl-Stiftung. „Die Stiftung fördert Kinder und Jugendliche in Lübeck und ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Demokratiebildung“, sagt die Projektleiterin der Stiftung, Doris Fischer.
Seit vielen Jahren bildet die Stiftung schon Schülerinnen und Schüler im Rahmen von „Jugend ins Museum“ zu Guides aus. „Und dies haben wir auch auf die Wanderausstellung übertragen. 26 Schülerinnen und Schüler der Ernestinenschule haben sich gemeldet und erhielten eine zweitägige Ausbildung durch das Team des Anne Frank Zentrums Berlin.“ Sie fungieren nun als Guides für Schulklassen ab dem Jahrgang 7 sowie für Berufsschulklassen.

Führungen fast ausgebucht
Die Führungen für Schulklassen sind fast ausgebucht: „Für den 18. September gibt es noch zwei Führungen“, so Fischer. Sie finden um 9 und 11 Uhr statt und können direkt bei Doris Fischer per E-Mail an info@michael-haukohl-stiftung.de oder telefonisch unter 0451 5808616 angefragt werden.
„Und natürlich sind viele Interessierte an der Wanderausstellung ‚Deine Anne‘ zu den Öffnungszeiten in die St.-Jakobi-Kirche eingeladen. In der Museumsnacht am 29. August sind von 18 bis 21 Uhr auch Guides der Ernestinenschule vor Ort.“
Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Angeboten zur Nachbereitung des Besuchs für Schulklassen sowie öffentlichen Veranstaltungen begleitet die Ausstellung. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Michael-Haukohl-Stiftung: https://www.michael-haukohl-stiftung.de/wanderausstellung-anne-frank.
Text: Steffi Niemann
Bildunterschrift: Guides der Ernestinenschule führen Schulklassen durch die Wanderausstellung – wie hier am Eröffnungstag in der St.-Jakobi-Kirche.
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