30/09/2026 0 Kommentare
3 Tage im Oktober: Abschied von der Marienkirche, wie wir sie kennen
3 Tage im Oktober: Abschied von der Marienkirche, wie wir sie kennen
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3 Tage im Oktober: Abschied von der Marienkirche, wie wir sie kennen
Ein Wochenende vor der Sanierung: Führungen, Gottesdienste und Gespräche zum Abschied von einem vertrauten Kirchenraum
Es ist ein Abschied auf Zeit – und zugleich ein historischer Moment: Ab Montag, 2. November, wird die Marienkirche für viele Monate wegen umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen. Wer die Kirche noch einmal so erleben möchte, wie sie heute ist, hat am letzten Oktoberwochenende dazu Gelegenheit. Von Freitag, 30. Oktober, bis Sonntag, 1. November, lädt die Marienkirche zu einem besonderen Abschiedswochenende ein.
Das Wochenende richtet sich an alle Menschen aus Lübeck und darüber hinaus, die sich von dem vertrauten Erscheinungsbild der Marienkirche verabschieden möchten. Denn mit Beginn der Sanierung wird sich der Kirchenraum für lange Zeit grundlegend verändern. Die Marienkirche wird danach nicht mehr genau so aussehen wie heute. Für die Stadt Lübeck ist die Schließung deshalb weit mehr als der Beginn einer Baustelle: Sie markiert eine historische Zäsur.
Freitag, 30. Oktober, ab 20 Uhr: Offene Kirche - Sternstunde
Den Auftakt bildet am Freitagabend ab 20 Uhr eine offene Kirche. In theologischen und kunsthistorischen Führungen können Besucherinnen und Besucher bis 22 Uhr die Kunstwerke und Altäre der Marienkirche noch einmal aus neuen Perspektiven kennenlernen. Fachleute stehen außerdem für Gespräche über das geplante Bauvorhaben, die anstehende Sanierung und archäologische Funde zur Verfügung.
Der Abend bietet damit die Gelegenheit zur Begegnung, Fragen zu stellen und den Kirchenraum noch einmal bewusst wahrzunehmen – bevor sich sein Erscheinungsbild für viele Monate verändert.
Sonnabend, 31. Oktober, 12 Uhr: Reformation und Sanierung
Am Reformationstag lädt Pastor Robert Pfeifer um 12 Uhr zum Gottesdienst ein.
Reformation heißt Veränderung – und auch Kirchen sind nie für die Ewigkeit unverändert. Was Martin Luther vor mehr als 500 Jahren angestoßen hat, hat Kirchenräume, Glauben und Gottesdienste nachhaltig geprägt. Nun steht die Marienkirche selbst vor einem großen Veränderungsprozess: Die Sanierung beginnt. Ein Gottesdienst über das, was sich verändern muss, was bleiben soll und warum ein Kirchenraum immer auch Geschichte erzählt.
Im Anschluss findet ab 13.30 Uhr die Gemeindeversammlung statt: Berichte über Bauvorhaben und Gemeindeleben werden zu Begegnung und Gespräch führen.
Sonntag, 1. November, 12 Uhr: Abschied nehmen
Am Sonntag, dem 1. November, findet um 12 Uhr ein Gottesdienst mit Propst Oliver Erckens statt. Anschließend sind alle Besucherinnen und Besucher zu warmen Getränken und zum Gespräch mit Propst Erckens und Pastor Pfeifer eingeladen.
Es ist der letzte Gottesdienst vor der Schließung der Kirche – und damit ein besonderer Moment für die Gemeinde, für die Stadt und für alle, die mit der Marienkirche verbunden sind. Führungen sind hinterher möglich.
Ab Montag, 2. November: Die Baustelle beginnt
Ab Montag ist die Marienkirche für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Sanierungsarbeiten beginnen.
Ganz verschwinden wird die Kirche für Besucherinnen und Besucher jedoch nicht: Der Eingangsbereich bleibt mit einem Infozentrum geöffnet. Durch Fenster in der Staubschutzwand können Passantinnen und Passanten einen Blick in die Baustelle werfen und miterleben, wie sich die Kirche Schritt für Schritt verändert.
Und in der Briefkapelle werden Gottesdienste, Andachten und Seelsorge-Angebote stattfinden.
Spezielle Baustellenführungen und weitere Informationsmöglichkeiten sind zu einem späteren Zeitpunkt geplant.
Mit dem Abschiedswochenende 30.10.-1.11. lädt die Marienkirche deshalb dazu ein, noch einmal ganz bewusst in ihren heutigen Raum einzutreten: die Kunstwerke und Altäre zu betrachten, Fragen zu stellen, Gottesdienst zu feiern, miteinander ins Gespräch zu kommen – und Abschied zu nehmen von einem vertrauten Stück Lübecker Stadtgeschichte.
Denn wenn am 2. November die Türen für die Sanierung geschlossen werden, beginnt mit der Baustelle ein neues Kapitel in der Geschichte der Marienkirche.
Kurz:
Die Kirche wird am 2. November geschlossen sein. Dann beginnen die Sanierungsarbeiten.
Offen bleiben die Südervorhalle als Info-Point und die Briefkapelle, in der wir Gottesdienste feiern und das Seelsorge-Angebot vorhalten.
Das breite Angebot an Führungen in die Türme und Gewölbe bleibt erhalten.
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