19/04/2026 0 Kommentare
Wir sind der Junge Dom: Gottesdienst zur Verleihung der Teamer:innencard an 28 Jugendliche im Dom
Wir sind der Junge Dom: Gottesdienst zur Verleihung der Teamer:innencard an 28 Jugendliche im Dom
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Wir sind der Junge Dom: Gottesdienst zur Verleihung der Teamer:innencard an 28 Jugendliche im Dom
Gott lässt uns nicht hängen: Dazu haben 28 Jugendliche einen Gottesdienst mit großen Hängematten im Dom gestaltet. Hier ihre Gedanken dazu:
Rückblick: Was haben wir beim Jungen Dom erlebt?
ELISA, GRETJE, MALIN und EMMA mit kurzen Berichten abwechselnd in den Hängematten auf beiden Seiten des Altars.
ELISA: Gott lässt dich nicht hängen. Das erlebt Jakob im Traum. Das erleben wir. So haben wir es bei der Teamer:innenausbildung erlebt.
GRETJE: Wir sind der Junge Dom. Die meisten von uns waren mal Konfis und wollten mehr in der Kirche machen. Seit den Sommerferien haben wir uns an vielen Dienstagabenden getroffen. Es gab immer einen gemeinsamen Anfang und Spiele zum Einstieg. Und es gab immer etwas Besonderes zum Essen!
MALIN: Wir haben Menschen kennengelernt oder wieder getroffen. Wir haben gelernt, wie wir mit Gruppen arbeiten können. Wir hatten viele Themen: Nähe und Distanz zum Beispiel, Spielepädagogik, Diversität und Gruppendynamik. Wir haben gelernt, Gruppen anzuleiten. Die meisten von uns haben Erfahrungen gesammelt mit eigenen Projekten.
EMMA: Wir haben über unseren Glauben gesprochen. Wer oder was Gott für uns ist. Am Ende jedes Treffens gab es eine Andacht im Dom. Da haben wir gesungen. Manchmal haben Leute dazu Klavier gespielt oder Geige. Das war immer besonders und schön.
Ausblick: Was haben wir vor? Blick ins Weite
ELISA: Warum die Hängematten? Die Zeit beim Jungen Dom war schön und entspannt. Wir haben gemerkt, dass wir uns bei Gott fallen lassen können. Eine Hängematte ist außerdem auf Augenhöhe. Wir wollten nicht von der Kanzel von oben herab erzählen.
LOTTA: Eine Hängematte lässt an Sommer denken, an draußen sein und in den Himmel träumen. Aber eine Hängematte kann auch drinnen sehr gemütlich sein. Sie passt eigentlich das ganze Jahr. Eine Hängematte gibt Freiheit. Darin ist man dem Himmel nah. Man fühlt sich irgendwie weg von der schweren Erde, also zwischen Himmel und Erde. In der Hängematte kann man die Wolken angucken. Und Schaukeln tut gut – in einer Hängematte fällt Stillliegen schwer!
ANOUK: Wir schauen nach oben und wir schauen wir nach vorne. Im Bibeltext von heute träumt Jakob von einer Leiter, die Himmel und Erde verbindet. Engel steigen auf und ab – und plötzlich merkt Jakob: Gott ist da. Genau hier. Mitten in seinem Leben. Dabei war Jakob vorher gar nicht entspannt unterwegs. Er war auf der Flucht, verunsichert und ängstlich. Er wusste nicht, was kommt. Genau in dieser Situation begegnet ihm Gott. Nicht im perfekten Moment, sondern mitten im Chaos.
ISABELL: Vielleicht kennen wir dieses Gefühl auch ein bisschen. Jetzt ist unsere Ausbildung vorbei. Wir freuen uns auf das, was kommt –aber wir wissen auch: Es wird nicht immer leicht sein. Werden die Erwachsenen uns akzeptieren? Wo können wir uns engagieren? Neue Herausforderung heißt auch: Neue Verantwortung.
NELLY: Gleichzeitig stehen hier vorne in der Kirche diese Hängematten. Sie sind irgendwie das Gegenteil von Jakobs Situation. Sie stehen für Pause, für Vertrauen, für Loslassen. Man legt sich rein in die Hängematte – und hofft, dass sie hält. Vielleicht ist das genau das Bild für unsere Zukunft als Teamer:innen: Zwischen Bewegung und Ruhe. Zwischen Einsatz und Vertrauen. Zwischen dem, was wir tun – und dem, was wir einfach Gott überlassen dürfen.
ELISA: Jakob hat in seinem Traum gemerkt: Er ist nicht allein unterwegs. Da ist eine Verbindung nach oben. Da ist jemand, der ihn begleitet.
Und wir? Wir haben auch unsere Träume: Dass wir gute Teamer:innen sind. Dass wir andere begeistern können. Dass Gemeinschaft entsteht, in der sich alle wohlfühlen. Dass wir selbst weiter wachsen.
LOTTA: Manchmal werden diese Träume Realität. Manchmal laufen Dinge anders. Aber vielleicht ist die wichtigste Zusage aus dieser Geschichte: Gott ist da. Nicht nur in den großen Momenten, sondern auch im Alltag, im Chaos, in den kleinen Dingen.
ANOUK: Und vielleicht können wir uns das merken: Wir dürfen mutig losgehen – und gleichzeitig darauf vertrauen, dass da etwas ist, das uns trägt. Wie eine unsichtbare Leiter. Oder wie eine Hängematte. Gott lässt uns nicht hängen. Amen
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